Winterhärte und Frostverträglichkeit

Winterhärte

Draußen liegt noch Schnee. Beim Floristen kündigen die ersten blühenden Stauden schon den Frühling an. Diese Stauden bringen einen Frühlingsgruß in die Wohnung. Draußen und ungeschützt bei frostigem Wetter würden diese Stauden schlicht erfrieren. Auch manche Astern, die im Herbst wunderschön blühend für Kübel und Kästen angeboten werden, sind Stauden. Sie wurden aber anders als im Naturzyklus kultiviert und zum Blühen gebracht und konnten keine unterirdischen Speicherorgane  zum Überwintern anlegen. Sie werden im Frühjahr nicht wieder austreiben. Frühlingsblüher oder Herbstastern mit dem Kompetenzzeichen vom Staudengärtner treiben erst später so üppig aus,  als die verfrühte Saisonware für Schalen und Kästen. Denn bei diesen Stauden wurde mehr Wert auf die Gartenwürdigkeit gelegt und die Stauden entwickeln sich naturgemäß. Manchmal braucht  bleibende Schönheit einfach etwas mehr Zeit.

Stauden haben sehr unterschiedliche Mechanismen zum Überwintern. Staudengärtner achten darauf, dass diese gut ausgeprägt sind (genauere Beschreibungen siehe in der Broschüre „Stauden – erkennen Sie Qualität“). Einige Stauden, wie die Herbstanemone,  müssen bis September gepflanzt sein damit sie gute Überwinterungschancen haben.

Stauden mit dem Zeichen sind unter den Klimabedingungen in Deutschland fast alle winterhart. Sie wurden als Gartenstauden im Freiland kultiviert.

Wenn Sie es genau wissen wollen, dann sehen Sie nach, welche Kälte die Stauden im Einzelnen vertragen.

 

Frostverträglichkeit

Die Staudengärtner haben die Winterhärte der einzelnen Staudenarten den verschiedenen Winterhärtezonen zugeordnet. In der alphabetischen Liste können Sie nachsehen, ob Ihre Wunschpflanze in Ihrem Garten oder der geplanten Anlage winterhart sein wird. Die meisten Pflanzen trotzen in den Klimazonen Deutschlands dem Winter. Bei Stauden aus den Gruppen 8, 9 und 10 schreiben Staudengärtner entsprechende Hinweise auf die Etiketten.

Die Zonen geben aber nur eine Orientierungshilfe. In Städten ist es beispielsweise milder. Hanglagen, Täler oder Seen aber auch Mauern, Freiflächen oder Hecken können sich auf die Pflanzen günstig oder ungünstig auswirken. Sehr frühe oder sehr späte Fröste und sehr plötzlich einsetzende Winter strapazieren die Pflanzen genauso wie Gebiete mit häufigen Kahlfrösten. Eine Schneedecke hingegen schützt die Stauden.

Mit einem Winterschutz kann die Frostverträglichkeit gesteigert werden. Eine Laubdecke, Mulch oder Vlies schützt die Pflanzen. Eine angemessene Kalidüngung stärkt zudem die Pflanze. Zu späte und intensive Stickstoffdüngung senkt hingegen die Frosttoleranz.

Auch der Boden hat Auswirkungen und sollte auf die Pflanzen abgestimmt und möglichst durchlässig sein.

 

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Hier können Sie die alphabetische Liste von Pflanzen und ihrer Frostverträglichkeit als
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Nachfolgend können Sie PDF-Dokumente zu den unterschiedlichen Winterhärtezonen herunterladen.