Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten in der Staudenpflege mit der dynamischen Entwicklung der Pflanzen umzugehen. Sie sind abhängig von der Artenzusammensetzung und dem Bepflanzungstyp:
- Statische Pflege
Bei der statischen Pflege wird der Zustand der Pflanzung, wie er im Bepflanzungsplan festgelegt wurde, beibehalten. Alle spontan aufwachsenden (Un-)Kräuter werden konsequent entfernt. Sich stärker ausbreitende Pflanzen werden von Zeit zu Zeit zurückgenommen, damit das ursprüngliche Bepflanzungsbild in seiner Zusammensetzung und Mengenverteilung erhalten bleibt. Bei eher kurzlebigen Pflanzungen wird spätestens alle 8-10 Jahre nachgepflanzt.
- Dynamische Pflege
Bei der dynamischen Pflege wird zugelassen, dass sich die geplanten Stauden dynamisch durch Ausläufer oder Aussaat verbreiten. Unterschiedliche Langlebigkeit führt zu einer gewissen Sukzession, d. h. einzelne Arten verschwinden, andere kommen hinzu. Auch ungeplante Arten können willkommen sein, wenn sie sich in die Gesamtkomposition einfügen. Bei der dynamischen Pflege kommt es darauf an, Problemunkräuter zu bekämpfen, die das Gesamtbild stören - je nach Standort sind dies Brennnessel, Giersch, Quecke, Sauer-Ampfer etc. - und die Entwicklung behutsam zu lenken. Je höher allerdings die zugelassene Dynamik wird, umso mehr biologisches und ökologisches Wissen über die Pflanzen ist für die Pflege erforderlich.




