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Humus

Als Humus wird die abgestorbene organische Substanz im Boden bezeichnet. In Form von Wurzeln, Sprossteilen, Laubstreu, Pflanzenrückständen oder durch organische Düngung wird die organische Ausgangssubstanz dem Boden zugeführt. Mithilfe von Mikroorganismen findet dort eine Zersetzung in Kohlendioxid, Wasser, Nährstoffe und Spurenelemente (Mineralisierung) oder eine Umwandlung in neue Huminstoffe (Humifizierung) statt.

 

Huminstoffe begünstigen durch ihre dunkle Farbe die Erwärmung der Böden im Frühjahr (längere Vegetationszeiten).

 

Für das Pflanzenwachstum ist der Nährstoffgehalt der organischen Substanz von Bedeutung. Die im Humus festgelegten Nährstoffe werden durch die Bodenlebewesen in eine pflanzenverfügbare Form überführt. Je höher die biologische Aktivität in einem Boden ist, umso intensiver erfolgt die Nachlieferung von Nährstoffen, insbesondere Stickstoff, aus der organischen Substanz. Das Austauschvermögen der Huminstoffe ist für die Bindung vieler Nährstoffe von Bedeutung.

 

Humus begünstigt die Bildung und Stabilität eines grobporigen (krümeligen) Gefüges. In lehmigen Böden wird deren Wasser- und Lufthaushalt verbessert (Ton-Humus-Komplexe). Humus besitzt eine hohe Wasserkapazität. Er kann circa das 3-5fache seines Eigengewichtes an Wasser festhalten. Bei Sandböden wird die Wasserverfügbarkeit überwiegend vom Humusgehalt bestimmt. Humus im Boden ist also überall dort gut, wo es auf üppiges Pflanzenwachstum ankommt.

 

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Waldhumus
Waldhumusstaude Corydalis cava


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