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Bodenarten

Bodenartendreieck
Bodenartendreieck (Uni Freiburg, 2003)

Mit der Bodenart wird die Korngrößenzusammensetzung des mineralischen Feinbodens gekennzeichnet. Die Hauptbodenarten sind Sand (S: 0,063-2,0 mm), Schluff (U: 0,002-0,063 mm) und Ton (T: <0,002 mm). Lehme (L) stellen ein Gemisch der Hauptbodenarten dar. Die Bodenart mit dem zweithöchsten Mengenanteil geht in einem Korngrößendreieck als Adjektiv in den Namen ein, z. B. schluffiger Sand (Su). Die Zahlen bedeuten 2 = schwach, 3 = mittel 4 = stark. Korngrößen mit mehr als 2 mm Durchmesser werden als Grobboden oder Bodenskelett bezeichnet. Es sind Grus (Gr) und Kies (G) bei 2-63 mm sowie kantige Steine (X) und runde Steine (O) bei Korngrößen > 63 mm.

 

Die Durchwurzelbarkeit sowie das Angebot an Wasser, Wärme, Sauerstoff und Nährstoffen im Wurzelraum hängen entscheidend von der Körnung ab. So besitzen Lehm- und Schluffböden mittleren Tongehaltes eine ausreichende Durchlüftung, viel pflanzenverfügbares Wasser und mittlere bis hohe Nährstoffreserven. Sie gehören deshalb zu den produktivsten Böden. Die Wasserspeicherfähigkeit von Tonmineralien wird oft unterschätzt. Ein lehmiger Boden ist daher mindestens wechselfrisch oder frisch. Sand erhöht die Wasserdurchlässigkeit. Bei der Einschätzung des Lebensbereichs für die Stauden ist dies wichtig.

 

Tipp:

 

Welche Bodenart vorliegt, kann mit Hilfe der Fingerprobe erfühlt werden. Der angefeuchtete Boden wird hierbei zwischen den Fingern gerieben, gerollt und geknetet: Sand ist körnig und klebt nicht. Schluff bleibt in den Fingerrillen haften. Ton ist klebrig, ausrollbar und glänzt. Lehm ist klebrig, ausrollbar und glänzt nicht.

 

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