In Steinanlagen treten oftmals mehr oder weniger großflächig flache Bodenschichten über Fels oder größeren Steinen auf, die so genannten Matten (M), auch Felsmatten genannt. Die Böden sind je nach Lage trocken (M 1), frisch (M 2) oder sogar feucht (M3). Meist handelt es sich um sonnige (so) oder absonnige (abs) Lichtverhältnisse.
Im Gegensatz zu den klassischen Steinanlagen können die Pflanzen hier auch in größerer Geselligkeit zueinander stehen. Von Natur aus größere Polster bilden Kaukasische Gänsekresse (Arabis caucasica), Ungarische Gänsekresse (Arabis procurrens) oder Dreigabeliger Matten-Steinbrech (Saxifraga trifurcata).
Wenn der Boden mit Gesteinsschutt und Steinen durchsetzt ist, lohnt es sich, weniger konkurrenzstarke Arten zu verwenden: Berghähnlein (Anemone narcissiflora), Strauß-Glockenblume (Campanula thyrsoides) oder Hängeglocken-Schlüsselblume (Primula secundiflora). Manche Stauden wie die Herbst-Enziane verlangen zudem basenarmes Urgestein als Pflanzsubstrat.
Fast unmerklich treten Übergänge zum Alpinum, zu Mauerkronen, aber auch zu den Lebensbereichen Freiflächen und Gehölzrand auf.




