Stauden können einzeln oder in unterschiedlich großen Gruppen, also gesellig, miteinander kombiniert werden. Je nachdem in welcher Geselligkeit die Stauden gesetzt werden, verändert sich das Erscheinungsbild der Pflanzung. Richard Hansen & Hermann Müssel haben die in der Vegetationskunde üblichen Geselligkeitsstufen auf die Verhältnisse im Garten übertragen:
| I | = möglichst einzeln oder in kleinen Gruppen pflanzen |
| II | = in kleinen Trupps von 3-10 Pflanzen gruppieren |
| III | = in größeren Gruppen von 10-20 Pflanzen verwenden |
| IV | = in großen Stückzahlen und meist flächig pflanzen |
| V | = vorwiegend großflächig verwenden |
Nach der Pflanzung ist die weitere Entwicklung von der Wuchsform und der Langlebigkeit der Stauden abhängig. So sieht eine großflächige Anordnung des horstig wachsenden Blau-Schwingel (Festuca cinerea) zwar zunächst sehr reizvoll aus. Die Pflanzung bleibt aber auch nach Jahren noch lückig. Die Art empfiehlt sich daher für die Gruppierung in kleinen Trupps (Geselligkeitsstufe II). Ausläufer treibende Arten wie die Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) eignen sich dagegen sehr gut für eine großflächige Verwendung (Geselligkeitsstufen III bis V). Eine an der Natur orientierte Kombination ist beispielsweise die Pflanzung nach Geselligkeit.
Tipp:
Die Stauden und ihre Lebensbereiche in Gärten und Grünanlagen. R. Hansen & F. Stahl. 1997. Ulmer.


