Stauden wachsen und breiten sich durch ober- und unterirdische Triebe aus. Sie bedienen sich dabei unterschiedlichster Strategien. Oft werden Speicherorgane ausgebildet und manche Merkmale treten kombiniert auf.
Ausläufer (Stolonen): dünner und meist langtriebiger Seitenspross, der wieder bewurzelt und ausschließlich der Ausbreitung dient. Pflanzen bilden oft Teppiche – bei der Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) oberirdisch, beim Punktierten Gilbweiderich (Lysimachia punctata) unterirdisch.
Horst: aufrechte Sprosse, die gleichmäßig verzweigt sind und sich kreisförmig ausbreiten – Gräser wie Reitgras (Calamagrostis x acutiflora) und Chinaschilf (Miscanthus sinensis).
Kriechender Wurzelstock (Rhizom): horizontaler, verdickter Spross mit Ausbreitungs- und Speicherfunktion unter oder nahe der Erdoberfläche. Wiesen-Schwertlilie (Iris sibirica) wächst horstig bis lockerhorstig. Maiglöckchen (Convallaria majalis) ist dagegen weitstreichend.
Rosette: mehrere, meist dem Boden aufliegende Blätter mit Speicherfunktion. Stauden mit Rosetten an kurzen Ausläufern bilden niedrige Polster – Dachwurz (Sempervivum tectorum).
Sukkulente: Sprosse und Blätter mit besonderer Wasserspeicherfähigkeit – Feigenkaktus (Opuntia), Tripmadam (Sedum reflexum), Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites).
Kletterstaude: rankende, windende oder klimmende Stauden – Kletter-Eisenhut (Aconitum volubile), Hopfen (Humulus lupulus).




