Kompetenzzeichen


Veröffentlichungen


 

Wuchsformen

Stauden wachsen und breiten sich durch ober- und unterirdische Triebe aus. Sie bedienen sich dabei unterschiedlichster Strategien. Oft werden Speicherorgane ausgebildet und manche Merkmale treten kombiniert auf.

 

Ausläufer (Stolonen): dünner und meist langtriebiger Seitenspross, der wieder bewurzelt und ausschließlich der Ausbreitung dient. Pflanzen bilden oft Teppiche – bei der Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) oberirdisch, beim Punktierten Gilbweiderich (Lysimachia punctata) unterirdisch.

Horst: aufrechte Sprosse, die gleichmäßig verzweigt sind und sich kreisförmig ausbreiten – Gräser wie Reitgras (Calamagrostis x acutiflora) und Chinaschilf (Miscanthus sinensis).

Kriechender Wurzelstock (Rhizom): horizontaler, verdickter Spross mit Ausbreitungs- und Speicherfunktion unter oder nahe der Erdoberfläche. Wiesen-Schwertlilie (Iris sibirica) wächst horstig bis lockerhorstig. Maiglöckchen (Convallaria majalis) ist dagegen weitstreichend.

Rosette: mehrere, meist dem Boden aufliegende Blätter mit Speicherfunktion. Stauden mit Rosetten an kurzen Ausläufern bilden niedrige Polster – Dachwurz (Sempervivum tectorum).

Sukkulente: Sprosse und Blätter mit besonderer Wasserspeicherfähigkeit – Feigenkaktus (Opuntia), Tripmadam (Sedum reflexum), Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites).

Kletterstaude: rankende, windende oder klimmende Stauden – Kletter-Eisenhut (Aconitum volubile), Hopfen (Humulus lupulus).

 

«« zurück

 


 

Wuchsform
Tiarella cordifolia 'Moorgrün'
 

Wuchsform
Veronicastrum virginicum 'Alba'


Bund deutscher Staudengärtner (BdS), Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, Tel.: 0228 81002-55, info@stauden.de | Impressum | Sitemap