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Die Stauden-CD


Stauden-CD
 

Die Staude des Jahres 2004

Geranium-Arten für schattige Standorte

Die Staude des Jahres 2004 ist die Gattung Geranium – der Storchschnabel. Einige Arten und Sorten sind hervorragend für den Schatten und Halbschatten geeignet. Flächig als Bodendecker unter großen Gartensträuchern oder in großen Gruppen als blühende Tuffs gepflanzt, bringen sie viele leuchtende Farben in den Dämmerschatten. Die Blatthorste der robusten Stauden beschatten den Boden und halten ihn dadurch feucht. Auch der Wuchs von Unkraut wird dadurch unterdrückt. Die zarten Geranium-Blüten umspielen immergrüne Gehölze, die ebenfalls im Halbschatten gedeihen. So geben sie Schattenbereichen Leichtigkeit und Frische.

 

 

Schatten-Geranium im Sommer

 

Einige Geranium-Sorten fallen durch ihr rundliches Laub auf, das mit seinen sehr unterschiedlichen Oberflächen und den mehr oder weniger geschlitzten Rändern schöne Kontraste zu dem schmalen Laub von z.B. Schwertlilien (Iris) und Taglilien (Hemerocallis) setzt. Die natürlichen Blütenfarben sind oft hell, pastellig-weiß gehalten, denn so sind sie für Insekten im Dämmerlicht besser erkennbar. Geranium renardii blüht z. B. weiß mit rosafarbenen Aderungen. Die kühlen Rosa- und Violett-Töne der Gattung ergänzen sich untereinander hervorragend. Blauviolett blüht Geranium pratense, eine stattliche, kompakte Art. Bei Geranium sind gefüllte Blüten generell eher selten anzutreffen, eine Ausnahme bildet Geranium himalayense 'Plenum'. Die Sorte trägt über dem dekorativ geaderten Laub violettblaue, gefüllte Blüten – sie ist ein wahres Sammlerobjekt in der Geranium-Familie. Einige Arten, wie Geranium sylvaticum, zeigen eine leuchtend rote Herbstfärbung, die das gelappte Blatt noch interessanter erscheinen lässt. Geranium renardii entfaltet Blätter mit samtig-rauher Oberfläche, auf denen im Sommer die Wassertropfen perlen. Geranium macrorrhizum mit seinen Sorten gedeiht im trockenen Halbschatten besser als in der Sonne. Geranium nodosum wächst auch im Schatten und fällt durch sehr dekoratives Laub auf. Es streut seinen Samen großzügig im Garten aus und erobert so treffsicher kahle Stellen mit vielen violettrosafarbenen Blüten.

 


Lebensbereiche der Geranium-Arten für Halbschatten und Schatten

 

Charakteristisch für die Gattung sind zarte Blüten an dünnen Stängeln über buschigen Blatthorsten. Geranium verbreitet unaufdringlich das romantisch-wilde Flair von Naturstandorten – es erinnert an einen sonnigen Waldrand oder an eine bunte Blumenwiese. Da die Gattung sehr anpassungsfähig ist, kann fehlender Schatten durch eine erhöhte Bodenfeuchte im Garten ausgeglichen werden. Den Halbschatten liebende Geranium-Arten gedeihen hauptsächlich auf den Lebensbereichen "Gehölzrand" und auf frischen oder feuchten "Wiesen". Der Gehölzrand ist geprägt durch humosen Boden und Halbschatten. Der Boden kann mehr oder weniger trocken sein; je nach Himmelsrichtung ist der Waldrand sonnig oder schattig. Pflanzen aus Wiesen-Standorten lieben in der Regel nährstoffreichen, nicht zu trockenen Boden und vertragen Rückschnitt. Geranium himalayense ist eher als Bodendecker auf sonnigen, frischen Böden geeignet, wächst jedoch auch in halbschattigen Lagen. Die ganze Vegetationszeit hindurch bildet die Art einen dichten Blattwuchs.

 

 

Fit fürs Verkaufsgespräch

 

Boden: Geranium-Arten, die ihre Heimat am Waldrand haben, bevorzugen einen humosen, durchlässigen Boden. Stehende Nässe vertragen sie überhaupt nicht. Sie eignen sich für Gärten mit humosem, frischem Boden und verschiedenen Licht- und Schattensituationen. Diese Geranium-Arten können eine blühende Alternative zu Efeu oder anderen immergrünen Bodendeckern sein. Geranium läßt sich auch gut nachträglich in eine Gartenanlage einbringen. Voraussetzung für eine gelungene, flächendeckende Staudendecke ist ein unkrautfreier Boden.

 

Pflanzenbedarf: Die höher wachsenden Arten, wie Geranium x sylvaticum (60 bis 70 cm Blütenhöhe), sind wunderbare Flächendecker auf großen Beeten oder können als große Gruppe von etwa zehn Pflanzen einen Blickfang bilden. Sie bedecken den Boden wirkungsvoll gegen Unkraut, wenn man etwa sechs bis acht Pflanzen auf einen Quadratmeter pflanzt. Von den Arten, die niedriger bleiben, wie G. himalayense, G. nodosum oder G. endressii, braucht man etwa acht bis zehn Pflanzen pro Quadratmeter, um eine schnelle Bedeckung zu erreichen.

 

Rückschnitt: Geranium braucht keinen pflegenden Rückschnitt und ist robust gegen Krankheiten und Schädlinge. Ein Rückschnitt kann bei Wiesen-Storchschnabel-Arten aus optischen Gründen sinnvoll sein, z. B. bei G. himalayense. Sie treiben und blühen nach einem Rückschnitt rasch wieder aus. Das ist praktisch, wenn sie z. B. als Wegeinfassung oder als Wiesenabschluss vor einer Hecke eingesetzt werden und durch die ganze Vegetationszeit einen dichten Blattwuchs bringen sollen.

 

Verwendung: Einige Geranium-Arten aus Felssteppen, die normalerweise viel Sonne benötigen, gedeihen auch im Halbschatten. Sie bilden ein gutes Wurzelwerk und haben wintergrünes und sommergrünes Laub. Wintergrün bleibt z. B. G. macrorrhizum. Einige Arten, wie Geranium sylvaticum, leuchten im Herbst in Rot, was das gelappte Blatt noch interessanter erscheinen lässt.

 

Begleitpflanzen zu den Halbschatten liebende Geranium-Arten sind Blattschmuck-Stauden aus ähnlichen Lebensräumen, z. B. Farne, Schattengräser und blühende Blattschmuckstauden, höhere Stauden für den Hintergrund sowie Wiesenstauden. Einige Beispiele finden Sie unter der Präsentationsidee "Wo nachts die Elfen tanzen".

 

 

Schatten-Geranium präsentieren

 

"Blühender Teppich zum Verschenken": 15 Geranium in zwei Sorten für die Fläche, dazu einen Laubstrauch im Container als Schattenspender. Die Geranium-Pflanzen könnten in Kunststoff-Paletten dicht an dicht präsentiert werden, so dass ein Eindruck von der geschlossenen Pflanzendecke entsteht.

 

"Wo nachts die Elfen tanzen": Eine elfenhaft-zarte Kombination von Stauden mit zarten Blüten. Die Arten und Sorten sollten nebeneinander im Halbschatten auf humosem Boden gedeihen können, z. B. Gelber Lerchensporn (Corydalis lutea), Elfenblume (Epimedium), Waldmeister (Galium ), Purpurglöckchen (Heuchera), Wachsglocke (Kirengeshoma), Salomonsiegel (Polygonatum) und als höhere Stauden im Hintergrund Fingerhut (Digitalis), Wiesen-Iris (Iris sibirica), Herbst-Anemone (Anemone japonica). Diese Präsentation lenkt den Blick auf Details und ist z. B. für einen Sitzplatz mit Halbschatten oder für einen nördlichen Weg zur Haustür geeignet.

 

Flächen als zierende Blütendecke: Das Thema Flächen- oder Bodendecker wird oft auf die technischen Vorteile reduziert. In der Präsentation reicht dazu eine Fläche oder ein Tisch ohne stimmungsvolles Beiwerk. Wer das Thema Bodendecker von der sinnlichen, gestalterisch-attraktiven Seite her zeigen möchte, kann mit Geranium-Pflanzen eine dichte Blütendecke ausbreiten. Stellen Sie die Pflanzen mit ähnlicher Blatthöhe nach Farben zusammen, entwerfen Sie Muster, die als Fläche wirken können. Ein Plakat-Thema könnte sein: "Blütendecke für Ihren Garten".

 

Kostbares Geranium im Blickpunkt: Neugierig macht, was zum Entdecken einlädt, z. B. eine Einfassung aus Baumschulpflanzen, die den Blick zunächst einschränkt. Ein Blätterteppich mit Blüten aus Geranium, kombiniert mit Funkien (Hosta), Frauenmantel (Alchemilla) oder Farnen wirkt um so stärker, wenn man von oben auf ihn herabschauen kann. Stellt das Teppichmuster grüne, barocke Schnörkel wie ein Broderie-Beet dar, passen als Einfassung schmale Hecken-Lebensbäume (Thuja 'Smaragd') oder Buxuskegel. Ist das Blütenmuster in Wellenlinien angeordnet, können rotlaubige Laubpflanzen einen knalligen Blickpunkt bilden. Um den Teppich zu entdecken, können Sie die Kunden auf eine gut gesicherte Aussichts-Erhöhung lenken. Um den Kunden hinauf zu helfen, bringen Plakate die Idee auf den Punkt: "Zur Besichtigung benutzen Sie bitte den Aussichtsturm" (des Spielgerätes, der Treppe usw...).

Weitere Präsentationsideen finden Sie im Text "Staude des Jahres 2004 Geranium".

 

Werbematerial: Ein guter Fachmarkt profiliert sich durch Service: Der BdS bietet zum Geranium-Plakat auch Folder mit Sortenbeschreibungen und Verwendungsbeispielen an, zu bestellen beim BdS-Lieferanten oder direkt bei der CMA in Bonn.

 

 

Geranium-Arten und -Sorten für halbschattige Standorte


(Viele dieser Arten gedeihen auch in der Sonne)

 

Geranium endressii (Pyrenäen-Storchschnabel) für frische, lehmige, nährstoffreiche Böden als wiesenartige Pflanzung oder flächig unter lichten Gehölzschatten. Die Blatthöhe erreicht 30 cm, mit Blüten bis 40 cm. Die Blütenfarbe ist hellviolett. Sortentipp: 'Wargrave Pink' (hell lachsrosa Blüten).

 

Geranium himalayense (Himalaya-Storchschnabel) für den sonnigen Gehölzrand auf nährstoffreichem, frischem Boden oder in wiesenartigen Pflanzungen. Die blauen Blüten erreichen eine Höhe von 40 cm, sie blühen ab Juli bis September. Auffallend attraktiv sind die tief geteilten, gezähnten Blätter. Eine wertvolle Wildstaude, die am besten in kleinen Trupps von 3-10 Pflanzen gepflanzt wird.

 

Geranium macrorrhizum (Balkan-Storchschnabel) für den sonnigen bis halbschattigen Gehölzrand auf frischem Boden – auch für sonnige Freiflächen. Die Art bildet auf nährstoffreichem Boden robuste und ausdauernde Laubkissen (mit Blüte 25 cm hoch). Das Laub färbt sich im Herbst; Laub und die roten Blüten duften (Mai bis Juni). Sortenbeispiele – die Sorten unterscheiden sich nur gering in der Wuchshöhe und Blütezeit: 'Album' (weiß), 'Bevan' (purpurrot), 'Czakor' (purpurrosa), 'Ingwersen' (rosa), 'Olympos' (dunkelrosa), 'Spessart' (weiß), 'Witosha' (purpurrot).

 

Geranium nodosum (Knotiger Bergwald-Storchschnabel) für das schattige bis halbschattige Beet unter großen Sträuchern oder im Schatten einer Mauer. Die Art liebt lockeren, frischen, eher sauren Boden, den sie mit Ausläufern durchzieht. Leicht überhängend erreicht sie eine Höhe von 30 bis 50 cm, je nach Blütenstadium (Mai bis August). Durch ihre Neigung zum Versamen hält sie auch kahle Stellen im Schatten attraktiv bedeckt. Sie wirkt am besten in größeren Gruppen von 10 bis 20 Pflanzen. Die Blütenfarben sind Rosa mit Tendenz zu Violett.

 

Geranium x macrorrhizum (Balkan-Storchschnabel): für sandige, durchlässige Böden an warmen Standorten, auch im Halbschatten. Die Art ist sehr anpassungsfähig, auch für ärmere Böden geeignet. Sie kann als klassischer Bodendecker eingesetzt werden, vor und unter einzelnen Gehölzen. Blatthöhe etwa 20 cm, mit Blüten 25 cm hoch. Die Blütenfarbe ist Cremeweiß. Besonderheit der Sorte 'Spessart': Zierendes, aromatisch duftendes Laub mit frühem Austrieb und orangeroter Herbstfärbung. In milden Wintern wintergrün.

 

Geranium sylvaticum (Wald-Storchschnabel) für den halbschattigen Gehölzrand auf frischem, humosen, nährstoffreichem Boden (eher saurer als alkalisch). Die Blütenfarbe ist Tief-Rotviolett mit weißer Mitte (Juni bis Juli). Die blühende Pflanze erreicht eine Höhe bis zu 60 cm. Das Blatt ist tief gelappt, gezähnt und dekorativ spitzlappig. Die wertvolle Wildstaude wird in kleinen Trupps von etwa 3–10 Pflanzen gepflanzt. Sortentipps: 'Album' (weiß), 'Birch Lilac' (hellblau, 70 cm hoch), 'Mayflower' (hellblau).

 

 

 

 

 

 

Geranium

Ein Sommernachtstraum: In dieser verträumten Atmosphäre könnten Elfen tanzen - weiß blühender Wald-Storchschnabel und filigraner Farn zu Füßen eines alten Baumes


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