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Die Stauden-CD


Stauden-CD
 

Die Staude des Jahres 2003

Salvia (Salbei)

 

Ideen für den Verkauf

 

Die Staude des Jahres lädt ein zum Schwelgen: Bei der Gattung Salvia (Salbei) liegen Augenweide und Gaumenfreude dicht beieinander. Für das Stauden- und Rosenbeet ist der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) besonders wichtig. Im Gartenmarkt bekommen die Dauerthemen "Kräuter" und "Kübel" neuen Schwung durch das attraktive Laub des Gewürz-Salbei (Salvia-officinalis-Sorten).

 

 

Sinnliche Besonderheiten für den Verkauf

 

Die Staude des Jahres 2003 bringt ein breites Spektrum an Präsentationsideen. Durch die Beetstauden der Arten Salvia nemorosa (Steppen-Salbei, auch Sommer-Salbei genannt), S. pratensis (Wiesen-Salbei) und S. azurea (Prärie-Salbei) können viele "Gartensituationen" mit verkauft werden. Sehr imposant blüht und wächst die zweijährige Salvia sclarea (Muskatella-Salbei), sie sät sich gerne an trockenen, sonnigen Stellen aus. Salvia officinalis, die - zum Teil verholzende - Kräuterform des Salbei präsentiert sich in vielen Sorten.

Das Präsentationsthema "Salbei" beginnt mit Kräutern im Frühjahr, erhält ab Mai/Juni einen neuen Höhepunkt durch die wunderbar leuchtenden Blau-Töne des Steppen-Salbei und im Indianer-Sommer fügen sich die aromatischen Salvia-officinalis-Sorten harmonisch in die Herbstpräsentationen ein. Die buntblättrigen Salvia-officinalis-Sorten sind nicht nur gute Würzkräuter, sondern auch dauerhafte, winterharte Strukturpflanzen in Kästen und Töpfen.

 

 

Qualität erkennen

 

Gartenwürdige Staudenqualität einer Salbei-Pflanze ist nicht an ihren Blüten erkennbar, sondern an ihren Wurzeln. Manche wunderbar blühende Staude lebt auf kleinem Fuß, auf winzigen Wurzeln, die weder Trockenheit noch Frost kompensieren können. Soll die Pflanze nach dem Winter wieder austreiben - egal ob im Gartenmarkt oder im Garten - empfiehlt es sich, auf eine gute Durchwurzelung des Topfballens zu achten. Vorteil beim Einkauf in BdS-Betrieben ist die Möglichkeit, das ganze Jahr über zu liefern, nicht nur zwei Wochen im Jahr, wenn sie gerade blühen.

 

Eine gute Salvia nemorosa-Pflanze zeigt im April einen gut durchwurzelten Topfballen (mindestens 9x9x10 cm) und deutlich sprießende Triebe aus Bodenknospen. Blütenknospen entwickeln sich später. Bei Lieferungen im September sind die guten Qualitäten noch knospig oder erblüht, mit durchwurzeltem Ballen.

 

Eine gute Qualität von Salvia officinalis zeigt im April bereits einen Blattschopf, der in ausgewogenem Verhältnis zum Topf (9x9x10 cm) steht. Die Pflanze sollte kompakt und wüchsig wirken, nicht langtriebig und verkahlt. Ein gutes Zeichen ist ein erkennbarer Austrieb junger Blätter. Das gleiche Bild kann man von guten Pflanzen auch bei Liefertermin im September erwarten.

 

 

Pflege im Verkauf:

 

Auf den rauen Blättern der Salbei-Arten bleiben die Wassertropfen lange stehen. Beim Wässern am Abend kann es daher zu Blattflecken kommen. Besser morgens wässern, wenn die Sonne für Verdunstung sorgt. Salbei-Arten sind Sonnenkinder, die in voller Sonne richtig aufblühen und ihre ätherischen Stoffe entwickeln. Bei längerer Standzeit empfiehlt sich eine Nachdüngung.

 

Im Gartenmarkt verblühende Salvia nemorosa-Pflanzen schneidet man bis auf die beblätterten Stängel zurück, dann treiben sie noch einmal aus und blühen ein zweites Mal (remontieren). Die beblätterten Stängel bleiben nur aus optischen Gründen für den Verkauf stehen. Für den Garten empfiehlt es sich, die Pflanze bis kurz über den Boden zurück zu schneiden. Nur Mut! Auch im Verkaufsgespräch!

 

 

Fit fürs Verkaufsgespräch

 

Kennen sich Ihre Mitarbeiter aus in Sachen Salvia? Es geht um Salvia nemorosa- und S. officinalis-Sorten, um Standortansprüche, Wuchseigenschaften, Verwendung, Pflege.

Stichwort Standort: Salvia nemorosa gedeiht auf sonnigen Plätzen in jedem normalen Gartenboden, optimal sind frische, kalkhaltige Böden. Der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) ist eine ideale Beetstaude, die sich gut kombinieren lässt, die lange blüht und remontiert, d.h. nach dem Rückschnitt der verblühten Stängel (im Juni/Juli) noch einmal im Spätsommer blüht. Er wird im Beet und zu Rosen gut in kleinen und großen Gruppen verwendet. Oft überzeugt im Verkaufsgespräch mit den Verbrauchern das Argument "Pflanzen Sie ruhig einige Salvien mehr, die kontrastreiche Wirkung der straff aufrechten Blütenkerzen zu den breiten, rundlichen Rosenblüten kommt dann besonders gut heraus. Nur ein oder zwei Pflanzen verlieren sich dagegen im Garten."

 

Salvia officinalis braucht ebenfalls Sonne. Er wächst gut auf trockenen, durchlässigen Böden, z.B. an sonnigen Böschungen, zusammen mit Steinen und im Kübel. Sein aromatisches Blatt wird in Öl zum Marinieren von Fleisch verwendet. Ein Tee aus zwei Triebspitzen Salbei und einem Stängel Zitronenmelisse ergibt ein wunderbares, erfrischendes Getränk, was obendrein noch ein altes Hausmittel gegen Halsschmerzen ist. Die buntlaubigen Sorten des Garten-Salbeis gehören einfach in jeden herbstlichen Kübel und ins Kräuterbeet. Sie ergänzen sich auch im Gartenmarkt wunderbar mit den nadelartigen Blättern des Rosmarin (Rosmarinus officinalis) und beispielsweise dem glänzenden Laub von Lorbeer (Laurus nobilis). Diese Beispiele sind auch als Präsentations-idee umsetzbar, z.B. in dem die Stauden lose in große Weidenkörbe und Kübel gestellt werden.

 

 

Salbei präsentieren - wie im richtigen Garten

 

Um die Gattung Salvia lassen sich noch viele andere Staudengattungen verkaufen, z.B. aus dem Beetstauden-Sortiment. Gertrude Jekyll, die bekannte englische Gartengestalterin, ordnete Beetstauden in länglichen Formationen, in so genannte "Drifts", wobei sich die Pflanzen einer Sorte hinter und vor andere Staudengruppen schieben. So entstehen jenseits der Blütezeit keine "Löcher", die Nachbarpflanzen kaschieren die Blütenlücken. Das lässt sich im Gartenmarkt gut mit Salvia-nemorosa-Sorten "nachgestalten". In stilisierten Beeten mit anderen blühenden Solitärstauden finden die blauen oder weißen Blütenkerzen der Steppen-Salvien im Mittelgrund des Beetes ihren Platz. Für den Vordergrund gibt es noch niedrigere Stauden-Arten. Im Hintergrund machen kontrastreich blühende Arten eine gute Figur, z.B. gelbblühende Schafgarbe (Achillea), weiße Sommer-Margeritte (Leucanthemum), die blutrote Brennende Liebe (Lychnis) oder z.B. die himbeerrote Spornblume (Centranthus). Nicht zu vergessen sind Gräser und Rosen als Partner der Salvien.

Blau und Rosa könnte das Thema für eine großflächige Kombination von Salvia und Bodendecker-Rosen sein, wie z.B. 'Sommerwind' oder 'Heidetraum'.
Für den spontanen Kauf bzw. als Geschenkartikel lassen sich ganze Geschenk-Kisten für Garten-Anfänger oder Präsent-Körbe zusammen stellen, z.B. "Zwei Quadratmeter Cottage-Garten" mit strahlend blauen Salvia nemorosa-Sorten (z.B. 'Ostfriesland' oder 'Blauhügel'), blass-violetten Steinquendel (Calamintha nepeta), violett-blauer Katzenminze (Nepeta x faassenii), Grauem Storchschnabel (Geranium cinereum 'Ballerina') mit pastell-violetten Blüten, die purpurfarben gezeichnet sind, sowie einer duftenden Englischen Rose und einer rosafarbenen Kletterrose. Geißschlingen (z.B. Lonicera heckrottii) und Waldreben (Clematis-Hybriden) sind ebenfalls romantische Bestandteile eines Cottage-Gartens.

 

Im Kübel gehen Salvia officinalis-Sorten zusammen mit Fetthenne (Sedum), Wolfsmilch (Euphorbia), Gräsern und beispielsweise Astern eine gelungene Verbindung ein. Außerdem lassen sich Kochbücher, Kräuteröle, Geschirr mit Kräuterdekor, Gartenmöbel und Tischdekorationen beim Thema "Mediterrane Küche" einbeziehen.

 

Wer keine Lust auf das amerikanische Gruselspektakel (Halloween) hat, kann die Saison nutzen, um friedvoll den Indianer-Sommer zu feiern. Indianische Pflanzen, die jeder kennt, sind Sonnenblumen, Mais, Kürbis, Dahlien. Salbei spielte eine wichtige Rolle bei spirituellen Räucher-Zeremonien und als Tabak in der Friedenspfeife. Ein Tipi als Mittelpunkt ist ein ungewohnter Blickfang im Gartenmarkt. Am besten eines, das verkäuflich ist. Persönliche Recherchen der Leser in alten Jugendbüchern oder den modernen Sachbüchern vom Junior bringen sicher noch weitere Ideen, z.B. Ethno-Keramik als Übertopf anbieten.

 

 

Salbei-Arten und -Sorten

 

Salvia azurea (Prärie-Salbei):
S. azurea var. grandiflora (Spätherbst-Salbei): Höhe 100 cm, Blüte hell-blau, von September bis Oktober. Winterschutz ist ratsam. Pflanzenbedarf pro Quadratmeter: vier Stück.

 

Salvia nemorosa (Steppen-Salbei):
Salvia nemorosa (Steppen-Salbei): Höhe 40 cm, Blüten violett, von Juni bis Juli. Die Beet-Staude wächst auf sonnigen Freiflächen/Beeten und bevorzugt frischen Boden, kann aber auch mit trockenen Standorten auf wenig durchlässigem, neutralen bis kalkreichen Boden zurecht kommen. Diese Art ist eine gute Bienenweide und gedeiht in extensiven Anlagen. Empfehlenswert ist die Verwendung in kleinen Trupps von drei bis zehn Pflanzen (Pflanzabstand 30 bis 40 cm). Nach einem Rückschnitt der welken Blüten, treibt sie im Spätsommer nach. Besonderen Zierwert haben ihre Sorten, sie blühen von Juni bis September, Pflanzenbedarf pro Quadratmeter: sechs Stück. 

  • S. nemorosa 'Blauhügel': Höhe 40 cm, Blüte blau.
  • S. nemorosa 'Caradonna': Neuheit, Blüten auf nahezu schwarzen Stielen, dunkel-purpur.
  • S. nemorosa 'Mainacht': Höhe 40 bis 60 cm, Blüten dunkel-violett, -blau, sehr reich und wiederholt blühend.
  • S. nemorosa 'Marcus': zwergwüchsige Neuheit, Höhe 20 bis 30 cm, Blüte dunkel-violett.
  • S. nemorosa 'Ostfriesland': Höhe 40 cm, Blüten, tief-violett.
  • S. nemorosa 'Rosakönigin: Höhe 40 cm, Blüten rosafarben.
  • S. nemorosa 'Rügen': Höhe 40 cm, Blüten leuchtend blau.
  • S. nemorosa 'Schneehügel'; Höhe 40 cm, Blüten weiß.
  • S. nemorosa 'Amethyst', Höhe 70 cm, Blüten rosa.

Salvia officinalis (Garten- oder Apotheker-Salbei): Höhe 30 bis 60 cm, Blüte leuchtend violett, leuchtend blau, von Juni bis August. Der Halbstrauch wächst auf sonnigen, trockenen Standorten mit wenig bis mäßig durchlässigem, neutralen bis schwach alkalischen Boden. Er wirkt am besten einzeln oder in kleinen Tuffs, Pflanzenbedarf pro Quadratmeter: sechs Stück.

  • S. officinalis 'Aurea': Die breitbuschige, gelb-grün panaschierte Kräuter-Form macht sich sehr dekorativ im herbstlichen Kübel.
  • S. officinalis 'Berggarten' ist die breitbuschige, breitblättrige Form der Art - ein sehr aromatisches Küchengewürz. Auch für extensive Anlagen, wie Dachbegrünungen geeignet. Eine sehr attraktive Sorte.
  • S. officinalis 'Purpurascens' durch die besondere purpurne Blattfarbe und die graufilzige Textur eine Bereicherung im Sortiment.
  • S. officinalis 'Tricolor' ist eine buntlaubige Sorten und fällt durch rot-weiß-grüne Blätter auf.
  • Salvia officinalis 'Cristata' ist eine neue, wunderschöne, nahezu kugelig wachsende und völlig winterharte Form des Gewürzsalbeis mit gewellten Blättern für Kräuterbeet und Kübel.
  • Salvia pratensis (Wiesen-Salbei) ist eine zarte Pflanze für naturnahe Anlagen und zum Einstreuen in Blumenwiesen. Eingestreut werden pro 10 m² sechs bis acht Pflanzen.
  • S. pratensis var. haematodes 'Mittsommer' (Himmelblauer Wiesen-Salbei): Höhe 90 cm, Blüte leuchtend hell violett-blau, von Juni bis August. Der interessante Sommerblüher kann auch auf wenig durchlässigem, trockenen Boden gut gedeihen und liebt kalkreiche Erde

Salvia sclarea (Muskateller-Salbei): Höhe 100 bis 1150 cm, Blüte hell-blau/rosa, Blatt und Blüte duften herb-frisch, von Juni bis August. Die Blütenblätter trocknen an der Pflanze, ohne zu verbräunen und behalten noch lange ein schönes Aussehen. Der Muskateller-Salbei ist zweijährig, d.h. er blüht im zweiten Jahr und wandert - sich an trockenen, sonnigen Stellen aussäend - durch den Garten. Die Bienenweide gilt als wertvolle Wildstaude und wird einzeln oder in kleinen Gruppen als Gerüststaude verwendet, Pflanzenbedarf pro Quadratmeter: zwei Stück.

 

 

Service beim Bund deutscher Staudengärtner (BdS)

 

Für eine gute Pflanzenqualität und ein häufig wechselndes, attraktives Bild auf der Aktionsfläche und auf den Staudentischen empfiehlt sich eine gestaffelte Bestellung. Wochenlanges Wässern und Düngen sowie häufiges Rücken der Töpfe ist nicht wirklich die Aufgabe in einem Gartenmarkt, sondern das Verkaufen! Die Stauden werden besser in den Produktionsquartieren Ihres Lieferanten gepflegt. Ordern Sie bedarfsgerecht frische, aktuelle Ware. Fordern Sie Ihre Staudenlieferanten: Fragen Sie nach Sortimenten, Sortimentsbündelungen, Aktionen, bzw. Aktionspaketen und Service zu Salvia, Staude des Jahres 2003. Ihre Staudengärtner haben "das Zeug" dazu.

 

Jeder Betrieb hat eigene Vorstellungen über Sortimente und besondere Angebote. Der BdS lässt seinen Mitgliedern allen Freiraum, mit dem Thema des Jahres umzugehen. Daraus ergibt sich zwar keine Kontinuität, denn nicht jeder Betrieb bietet alles zum Thema Salvia - aber eine große Vielfalt. Anhaltspunkt für das Stamm-Sortiment von Salvia ist der Flyer zur Staude des Jahres 2003, vorgestellt vom BdS und der CMA.

 

Begleitend zum Staudenangebot bieten die beiden Institutionen einen Flyer und ein Plakat zur Gattung Salvia an. Gartenmärkte, die bei der Aktion "Pflanzen des Monats" mit machen, bekamen ein Plakat kostenlos mitgeliefert. Ansonsten können Plakate und Flyer bei jedem BdS-Betrieb und bei der CMA-Blumenwerbung bestellt werden: CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschft mbH, Koblenzerstr. 148, 53177 Bonn.

 

 

 

 

 

 

Salvia (Salbei)

Salbei bietet mit seiner großen Artenvielfalt eine Fülle an Verwendungs- möglichkeiten.


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